Bio-Baumwolle           

Bio-Baumwolle spielt eine große Rolle für nachhaltige Modelabels. Ob T-Shirt, Kleid oder Hose – kaum ein Kleidungsstück kommt ohne Bio-Baumwolle aus. Rund 50 Prozent aller Kleidungsstücke werden aus Baumwolle gefertigt. Die Vorteile von Baumwolle liegen auf der Hand: die temperatur- und feuchtigkeitsregulierende Wirkung des weichen Materials macht Baumwolle besonders hautsympathisch. Zudem ist das Naturmaterial pflegeleicht und ein nachwachsender Rohstoff. Gewonnen wird die Baumwollfaser aus den Samenhaaren der alten Kulturpflanze.
Doch was unterscheidet Bio-Baumwolle eigentlich von konventionell gewonnener Baumwolle? Die Nachhaltigkeit bei Bio-Baumwolle hier bereits beim Anbau: dieser erfolgt nach den strengen Richtlinien der ökologischen Landwirtschaft. Chemische Pestizide zur Abwehr von Schädlingen, chemische Entlaubungsmittel zur Erleichterung der Ernte, chemische Düngemittel sowie die Aussaat von genetisch verändertem Saatgut sind verboten.
Anders als bodenschädigende Monokulturen, werden Bio-Baumwollpflanzen in wechselnden Fruchtfolgen angebaut. Dadurch bleibt der Boden fruchtbar und die Pflanzen werden auf natürliche Weise ohne den Einsatz von Chemikalien gestärkt. Auch wird für den Anbau von Bio-Baumwolle deutlicher weniger Wasser benötigt. Viele Produzenten von Bio-Baumwolle sind Kleinbauern. Seriöse Siegel wie GOTS garantieren die Einhaltung der strengen Umwelt- und Sozialstandards.
Waschempfehlung für Bio-Baumwolle: Oberbekleidung aus Bio-Baumwolle bei 30 Grad, Unterwäsche bei 60 Grad.