Siegel

Es gibt viele verschiedene Siegel im Bereich der nachhaltigen Mode. Doch welche Siegel wirklich wichtig und vertrauuenswürdig sind, zeigen wir dir hier.

GOTS | Fair Wear Foundation | PETA-Approved Vegan | Cradle to Cradle | Global Recycled Standard (GRS)


GOTS

Das Textilsiegel GOTS (Global Organic Textile Standard) wird weltweit für Naturfasern aus nachhaltigem Anbau vergeben. Es gilt als eins der wichtigsten Siegel der nachhaltigen Textilbranche.

GOTS definiert Umwelt- und Sozialkriterien der gesamten Produktionskette – vom Anbau über die umweltfreundliche und sozial verantwortliche Produktion bis hin zur Kennzeichnung von Endprodukten, Konfektion, Verpackungsmaterialien sowie Handel und Vertrieb.

Kleidungsstücke müssen für das GOTS-Siegel mindestens aus 70 Prozent kontrolliert biologisch erzeugten Naturfasern hergestellt werden. Für den Vermerk „Bio“ müssen mindestens 95 Prozent kontrolliert biologisch erzeugte Fasern enthalten sein. GOTS wird von vier internationalen Mitgliedsorganisationen organisiert. Produzenten und Verarbeiter müssen die strengen Kernnormen der internationalen GOTS-Arbeitsgruppe einhalten.

Fair Wear Foundation

1999 wurde die Initiative Fair Wear Foundation (FWF) gegründet. Die unabhängige Organisation mit Sitz in Amsterdam setzt sich für sichere und faire Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion ein. Tätig ist die FWF ist in elf Produktionsländern, unter anderem in Bangladesch und Indien.

Auditoren und Trainer vor Ort stehen in engem Kontakt mit der Leitung in den Niederlanden, um faire Bedingungen von Arbeiter*innen in den Textilfabriken sicherzustellen. Mehr als 80 Unternehmen und über 130 Modelabels aus der EU haben sich der Fair Wear Foundation angeschlossen und sich verpflichtet, die acht FWF-Arbeitsnormen während der gesamten Lieferkette einzuhalten. Dabei wird das Prinzip der gemeinsamen Verantwortung verfolgt. Jeder Akteur in der Lieferkette ist für die Einhaltung der Normen verantwortlich.

Dazu zählen unter anderem das Verbot von Diskriminierung und Kinderarbeit, ein Tarifverhandlungsrecht, die Zahlung eines existenzsichernden und angemessenen Lohns, begrenzte Arbeitszeiten sowie gesunde und sichere Arbeitsbedingungen. Um das Netzwerk möglichst nachhaltig auszubauen, wird eng mit Verbänden, Interessenvertretern und Regierungen zusammengearbeitet.

PETA-Approved Vegan

Das Label „PETA-Approved Vegan“ der Tierrechtsorganisation PETA kennzeichnet vegane Kleidung und Accessoires. So können vegane und garantiert tierleidfreie Styles beruhigt gekauft werden. Verbraucher*innen müssen dank des Logos beim Shoppen nicht mehr nach versteckten Materialien tierischer Herkunft suchen zu, etwa nach Lederpatches auf der Rückseite von Jeanshosen oder einem eventuellen Wollanteil im Pullover. Zahlreiche Kleidungsstücke im Bleib Sauber sind übrigens vegan, auch wenn sie vielleicht nicht mit dem PETA-Logo versehen sind. Sprecht uns bei Fragen gerne an!

Cradle to Cradle

Das Cradle to Cradle Certified™-Logo ist ein unabhängiges Zertifikat des in San Francisco sitzenden „Cradle to Cradle Products Innovation Institute“. Vorbild für das Prinzip Cradle to Cradle (von der Wiege zur Wiege) sind geschlossene Kreisläufe in der Natur, in denen keine Abfälle anfallen und Rohstoffe im Zyklus erhalten bleiben.

Für die Herstellung von Produkten nach dem C2C-Prinzip bedeutet dies, dass verwendete Rohstoffe am Ende ihres Lebenszyklus’ wieder vollständig in einen Produktionsprozess zurückgeführt werden.

Bei der C2C-Zertifizierung von Materialien und Produktionsprozessen wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich in fünf Kategorien gliedert:

  • Materialgesundheit
  • Wiederverwendung von Materialen
  • Wassermanagement
  • Energieverbrauch/erneuerbare Energien
  • soziale Verantwortung

Außerdem gibt es fünf verschiedene C2C-Levels: Basic, Bronze, Silber, Gold und Platin. Damit ein Produkt das Cradle Certified™-Logo erhält, muss es alle der fünf Kategorien hinsichtlich der Sicherheit für Mensch und Umwelt erfüllen.

Global Recycled Standard (GRS)

Das Siegel GRS steht für Global Recycled Standard. Hersteller können das Siegel freiwillig beantragen. Vergeben wird es von der Non-Profit-Organisation Textile Exchange. Diese setzt sich für die Steigerung von nachhaltig angebauten Rohstoffen zur Produktion von Fasern und einer umweltfreundlicheren Textilproduktion ein.

Das GRS-Siegel fokussiert sich auf die Zusammensetzung und Produktion von Materialien für die Textilindustrie, beziehungsweise auf den recycelten Anteil darin. Vergeben wird es, wenn in einem Produkt mindestens 20 Prozent recycelte Materialien enthalten sind. Zudem definiert es zugelassene und nicht zugelassene chemische Zusätze, Umweltschutzmaßnahmen und soziale Verantwortung in Unternehmen während der Produktion.

Das Ziel des GRS-Siegels liegt darin, die Lieferkette in der Textilherstellung nachhaltiger und transparenter zu gestalten. Zwischenstufen während der Verarbeitung oder Endprodukte werden nicht kontrolliert.